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Mehr InformationenMaklerbestand im Wandel: Warum Bestandsverkauf heute mehr ist als der Weg in den Ruhestand
Wer einen Maklerbestand verkauft, macht das längst nicht mehr nur zum Abschied aus dem Beruf. Für Tino Scraback und Daniel Seeger ist das Thema persönlicher geworden: „Drei Viertel der Verkäufe, die wir begleiten, haben mit strategischer Neuausrichtung zu tun, nicht mit Ruhestand.“ Das sind Sätze, die hängenbleiben. Im aktuellen Makler und Vermittler Podcast sprechen sie mit Nico Vogt über aktuelle Trends, Stolperfallen und Chancen beim Bestandskauf und -verkauf.
Bestandsverkauf: Mehr als der letzte Akt
Die Vorstellung, ein Makler verkauft sein Lebenswerk erst, wenn die Rente ruft, stimmt immer seltener. Heute entsteht Bewegung, weil Unternehmer weiter wachsen, sich spezialisieren oder Aufgaben abgeben wollen. Seeger kennt die Fälle. Da verkauft jemand gezielt den Versicherungsbestand, um sich auf Baufinanzierung zu konzentrieren. Ein anderer holt sich mit einem strategischen Partner Entlastung in der Verwaltung, bleibt aber im Unternehmen aktiv. Scraback ergänzt, dass immer seltener überhaupt über den klassischen Ruhestandsverkauf gesprochen wird.
Der Bedarf an Flexibilität ist gestiegen. „Viele Makler stehen heute mit Mitte 40 oder Anfang 50 vor der Frage: Bleibe ich Einmannbetrieb oder nutze ich den Markt, um zu wachsen?“ Gerade in Zeiten, in denen ständig neue Konsolidierer und Investoren auftauchen, ist der Markt in Bewegung. Die Preise sind in zehn Jahren deutlich gestiegen und bewegen sich aktuell zwischen Faktor 3 und 4 des Bestands, manchmal auch höher, wenn alles passt. Trotzdem, sagen beide, müsse der Käufer am Ende noch eine gesunde Kalkulation hinbekommen.
Vertrauen entsteht durch Transparenz
Seeger und Scraback haben gemeinsam bereits 70 Unternehmen selbst gekauft und fast ebenso viele Verkäufe beratend begleitet. Sie wissen: Am meisten unterschätzt wird die Bestandsintegration. Wer glaubt, mit der Vertragsunterschrift wäre alles erledigt, irrt. Der tatsächliche Aufwand nach der Übernahme hängt stark davon ab, wie sauber der Bestand vorbereitet ist. Liegen Kunden bei verschiedenen Pools oder Direktanbindungen, ohne digitale Unterlagen und klare Kontaktdaten, kostet das richtig Zeit und Nerven. „Man muss vorher wissen, wie die Daten strukturiert sind und welche Anbindungen wirklich übertragbar sind“, sagt Seeger. Wer Wert auf einen reibungslosen Prozess legt, fängt am besten zwölf bis 24 Monate vor dem eigentlichen Verkauf damit an.
Wichtige Details regeln sie vertraglich. Staffelungen beim Kaufpreis, klare Pflichten zur Mitwirkung nach Vertragsabschluss, transparente Aufarbeitung möglicher Risiken wie Altverträgen oder Verwicklungen in den grauen Kapitalmarkt. Wer seinen Bestand vorbereitet, sichert nicht nur den Wert, sondern auch das eigene Standing im Markt. Scraback bringt es auf den Punkt: „Du kannst auch einen schlechten Bestand verkaufen, dann gibt es halt weniger Geld.“
Die Perspektive entscheidet
Bestandsverkauf wird zunehmend ein Instrument für strategisches Wachstum, nicht bloß Abschluss eines Berufslebens. Beratung und Vorbereitung lohnen sich auf beiden Seiten: Die Käufer wollen wissen, wie sie einen Zukauf in den eigenen Betrieb integrieren, die Verkäufer fragen gezielter nach, um Chancen und Risiken richtig zu bewerten.
Digitalisierung, Prozessoptimierung, saubere Mandate und gute Datenbasis sind heute genauso viel wert wie eine fundierte Kundenbasis. Der Wert eines Bestands liegt dabei nicht allein in Zahlen, sondern in der Passung zum Käufer. Für junge Makler kann der frühe Bestandskauf ein echter Wachstumsturbo sein, sofern das Fundament stimmt und die Finanzierung clever gestaltet wird.
Fazit
Bestände sind mehr als Summen in einer Provisionsabrechnung. Sie entscheiden mit, wie zukunftsfähig dein Unternehmen bleibt. Und sie zeigen, wie sehr Vertrieb heute Teamleistung ist. Wer sich dabei nicht nur auf sein Netzwerk, sondern auch auf transparente Zahlen und vorausschauende Planung verlässt, wird langfristig erfolgreicher sein.
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