Folge #318

Vom Sportler zum Fondsgründer: Investment-Impulse für Makler und Vermittler

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Vermögensaufbau als Haltung: Warum Kundenzufriedenheit bei der Kapitalanlage oft an der Beziehung hängt

„Haben Sie das selbst auch?“ Diese Frage bringt die Beziehung zwischen Berater und Kunde schnell auf den Punkt. Jean Meyer, Dauergast im Maklervertrieb, spricht im Podcast-Interview offen über Vertrauen, Haltung und die Mechanik erfolgreicher Anlageberatung.

Investment beginnt mit Ehrlichkeit

Es gibt Fragen, die sollte jeder Vermittler in der Beratung parat haben. Jean Meyer schildert im Gespräch mit Torsten Jasper, warum er seine Kunden dazu ermutigt, genau nachzufragen. Besitzt der Berater das empfohlene Produkt selbst, und wenn ja, in welchem Umfang? Für Meyer ist das mehr als Transparenz, es ist die Grundlage für Glaubwürdigkeit. Die meisten Menschen suchen Bestätigung im Außen oder bei vermeintlich objektiven Quellen. Bei Geldanlagen reicht das selten. Viele Entscheidungen passieren impulsiv, nach Bauchgefühl oder weil die Bank als Institution schon immer Teil des eigenen Lebens ist. Meyer beschreibt, wie er in seiner Anfangszeit von Haustür zu Haustür zog, dabei gezielt Chefsekretärinnen ansprach und so den Zugang zu Unternehmerkunden fand. Sein Ansatz: Vermögensaufbau müsse für Kunden und Berater Sinn machen, sonst fehle die Basis.

Emotion schlägt Informationsflut

Der Zugang zu Information war nie leichter als heute. Trotzdem dominieren Klassiker der Verhaltensökonomie den Alltag: Kunden kaufen gern, was zuletzt gut lief. Wer antizyklisch investiert, dagegenhält, gewinnt langfristig. Meyer sieht darin ein typisches Muster: „Die Kunden wollen dort anlegen, wo sie schon 30 Prozent Rendite sehen.“ Eigentlich müssten Anleger gerade dann dorthin gehen, wo Verluste stehen. Doch ohne Coaching und Gespräch bleibt das Theorie. Die Rolle des Vermittlers verschiebt sich. Es geht weniger um Produkte, mehr um das Filtern relevanter Informationen, das Erklären von Emotionen und das Schaffen von Geduld. Auch weil Digitalplattformen mit niedrigen Kosten locken, braucht es Mehrwert in der persönlichen Begleitung. Meyer verweist auf eigene Erfahrungen aus dem Fondsmanagement, wo regelmäßiges Coaching gerade in Krisen den Unterschied macht. Echte Beziehung entsteht laut Jasper und Meyer vor allem im „Sturm“, nicht bei Rückenwind.

Finanzielle Freiheit beginnt im Alltag

Das Ziel vieler Kunden bleibt ähnlich: finanzielle Freiheit – was immer das im Einzelnen heißt. Für die jüngere Generation ist der „Weg zur Million“ eher Marathon als Sprint, so die beiden. Die entscheidende Stellschraube ist aber weniger der Produktmix, sondern die Systematik und das Dranbleiben. „Fangt früh an, macht einen Plan und vertraut darauf, dass Unternehmen Geld verdienen wollen. Das funktioniert“, empfiehlt Meyer. Er plädiert dafür, Sparpläne mit kleinen Prozenten vom Einkommen zu starten – und die langfristige Logik immer wieder zu erklären. Im Vertriebskontext gilt: Das Eröffnen von Gesprächsräumen, das Fragen nach Zielen und Ängsten, bringt langfristig bessere Ergebnisse als reine Produktpräsentation.

Fazit

Vermögensaufbau ist für Meyer und Jasper nicht nur eine Frage guter Produkte, sondern vor allem des Mutes zur ehrlichen Beratung. Gerade in schwierigen Börsenphasen zeigt sich, wer Beziehung wirklich gestaltet. Wer Kunden im Sturm begleitet, kann langfristig Vertrauen aufbauen und echten Mehrwert bieten – für alle Seiten.

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