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Unternehmertum in der Ausschließlichkeit

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Unternehmertum statt Stillstand: Wie Marco Klenk eine Agentur neu denkt

„Ich hatte damals das größte Glück meines Lebens, dass mich kein Unternehmen genommen hat, sondern die rnv.“ Mit diesem Satz beschreibt Marco Klenk den Startpunkt einer Entwicklung, die so in der Ausschließlichkeit selten vorkommt. Im Gespräch mit Nico Locker erzählt er im Makler & Vermittler Podcast, wie aus einer klassischen Agentur ein agiles Unternehmen werden kann – mit klarer Haltung, hohem Tempo und Fokus auf Kultur.

Vom Quereinsteiger zum Unternehmer

Zu Beginn war das Leben von Zufällen geprägt, nicht von klarer Planung. Schlechte Abinoten, vergebliche Bewerbungen für ein duales BWL-Studium, der Einstieg bei der rnv geschieht aus der Not – und im Rückblick als Glücksfall. Schon im Studium setzt Klenk auf Hands-on-Mentalität: „Ich wollte den Beruf von der Pike auf lernen. Dazu gehörte auch, Post zu sortieren und alle Prozesse zu verstehen.“

Dieser offene Blick auf die Branche weicht früh der Erkenntnis, dass Unternehmertum und Versicherungswelt sehr wohl zusammenpassen. Die Übernahme einer klassischen Agentur wird zum Wendepunkt. Noch 2022 stapeln sich dort die Papierordner, E-Mails werden ausgedruckt, die Strukturen sind überschaubar. Klenk betont, dass eine solche Ausgangslage auch eine Chance birgt: Nichts ist eingefahren, alles ist gestaltbar.

Kultur als Wachstumstreiber

Statt klassische Sales-Methoden zuerst zu nennen, spricht Klenk fast ausschließlich über Strukturen, Führungsstil und besondere Kultur. Ein modernes Büro, Badelatschen für alle, eine Runde Mario Kart am Mittag – das steht sinnbildlich für die Atmosphäre, in der sein Team arbeitet. Die meisten Mitarbeitenden sind unter 35, klassische Hierarchien gibt es kaum. Klenk sagt offen, dass er nicht am eigenen Schreibtisch festhält, sondern Räume für andere schafft. Nach Ergebnis steuern statt nach Kontrolle, klare Aufgabenverteilung, Fokus auf Teamgefühl.

Besonders wird die Haltung zur Arbeitszeit deutlich: Wer seine Aufgaben erledigt, darf früher ins Freibad, feste Teammeetings werden auf ein Minimum begrenzt. Klenk beschreibt, wie er die Basis für Motivation nicht im Anreizsystem sieht, sondern im Umgang miteinander und einer gemeinsamen Vision.

Fokus auf Wertschöpfung statt Provision

Auch operativ setzt er auf klare Teilung zwischen Privat- und Firmenkundengeschäft. Die besten Privatkunden betreuen die Mitarbeitenden, er selbst konzentriert sich auf Firmenkunden. Er will, dass sein Team erfolgreich ist, nicht weil es die eigene Provision maximiert, sondern weil es Mehrwert für den Kunden schafft. Klenk orientiert sich am Prinzip Go-Giver: Erst Mehrwert stiften, dann folgt der Erfolg – auch für das Unternehmen. Jede:r im Team soll die gleichen Entwicklungschancen bekommen und am gemeinsamen Wachstum partizipieren.

Digitale Tools kommen unterstützend hinzu, aber nie als Selbstzweck. Beratungsqualität wird standardisiert, Prozesse wachsen mit dem Team. Aufgaben, die nicht zum Kerngeschäft gehören, wie Buchhaltung oder Social Media, lagert er an Profis aus.

Brücke in den Alltag

Wer glaubt, dass Unternehmertum in der Ausschließlichkeit unmöglich ist, findet in Marco Klenks Geschichte einen Gegenbeweis. Entscheidend sind nicht Tools oder Vertriebsaktionen, sondern eine klare Vision, Lernbereitschaft und die Bereitschaft, das eigene Rollenbild immer wieder zu hinterfragen. Für viele Vermittler und Agenturinhaber lohnt der Blick auf Klenks Weg: Strukturen lassen sich ändern, wenn ein Zielbild den Ton vorgibt. Den Beweis hat er nun geliefert – und macht Mut, eigene Ideen trotz Skepsis umzusetzen.

Die ganze Folge mit Marco Klenk findest du im Makler & Vermittler Podcast.

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