Folge #317

#317 Smavesto: Intelligenter Vermögensaufbau und Kooperationen für Makler

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Künstliche Intelligenz im Investment: Was Vermittler von Smavesto lernen können

„Viele Vermittler wollen noch immer eine Einmalprovision. Aber in der regelmäßigen Bestandsvergütung liegt langfristig der eigentliche Wert.“ Dieses Fazit zieht Patrick, Gast in der aktuellen Folge des Makler und Vermittler Podcasts. Torsten Jasper spricht mit ihm über KI-gestützte Vermögensverwaltung, die Bedeutung von Vertriebswegen und warum Emotionen im Asset Management häufig der größere Risikofaktor sind.

Vom Bankschalter zur KI-Vermögensverwaltung

Patrick kommt klassisch aus der Bank. Erst Ausbildung, dann Kundenberatung bei der Sparkasse Bremen, eigene Analysen im Portfolio Management, schließlich der Wechsel in die Tochtergesellschaft Smavesto. „Ich war schon immer Börsenfan“, erzählt er, „und habe mich früh gefragt, wie man Wertpapierentscheidungen objektiver treffen kann.“ Als Smavesto 2019 mit einer eigenen KI-Plattform startete, war das Thema für viele Zukunftsmusik. „KI im Asset Management? Damals hat das kaum einer ernst genommen.“

Das Corona-Jahr wurde für ihn und sein Team zum Lackmustest. Menschen im Unternehmen und externe Asset Manager zögerten, als die Märkte einbrachen. Die KI aber gab früh das Signal, alle Aktien zu verkaufen. Der Effekt: Smavesto-Kunden kamen mit knapp 10 Prozent Kursrückgang durch die Krise, während der Markt deutlich tiefer fiel. „So eine Entscheidung hätte ein menschliches Team kaum mitgetragen. Deshalb ist die Kombination aus Technologie und Erfahrung für mich der Schlüssel – und ein echter Vorteil im Vertrieb.“

Vertrieb mit KI heißt nicht Vertrieb ohne Mensch

Gerade im Investmentbereich vertraut der Kunde dem, der ihm Orientierung gibt. Auch Patrick hält wenig von der Vorstellung, KI-Plattformen könnten den Berater ersetzen. „Viele Menschen wünschen sich jemanden vor Ort und möchten die Dinge besprechen, bevor sie investieren. Gerade im Spannungsfeld aus Digitalisierung und wachsenden Regulierungen wird der Vermittler noch wichtiger.“ Deshalb richtet sich Smavesto gezielt an Makler und Vermittler – und setzt auf dauerhafte Partnerschaften mit Bestandsprovision, statt auf schnelle Abschlüsse.

Ein Detail ist dabei zentral: Die Kundendepots werden individuell von der KI gemanagt, nicht über Musterportfolios. Bei jedem Neukunden entscheidet ein Schieberegler im Onboarding, wie hoch das persönliche Risiko liegen darf. Dadurch entsteht eine engere Verzahnung zur Kundenrealität. „Die meisten unserer Partner schätzen den White Label Ansatz und bleiben dauerhaft Ansprechpartner für ihre Mandanten.“

Emotion raus, Kunde stabil

Im Gespräch wird spürbar, wie sehr Emotionen Anlageentscheidungen beeinflussen – bei Endkunden und Vermittlern. „Viele verkaufen die Gewinner zu früh und halten Verlierer zu lange. Verlustaversion und Ankereffekte sind reale Bremsen, die dem Depot langfristig schaden.“ Genau hier liegt für Patrick der Mehrwert der Systematisierung: Die KI entscheidet ohne Angst und Gier, verlässt die Cash-Position auch wieder, sobald die Märkte drehen. Das greift als Risikomanagement und beugt Abwärtsspiralen vor, die sonst entstehen können.

Vermittler, die heute auf Vermögensaufbau setzen, bauen an ihrem eigenen Unternehmenswert. Depots werden langfristig bespart, wachsen über Zuzahlungen und Sparpläne – und bringen somit dauerhafte Erträge in die Firma. Gerade im Nachfolgeprozess kann das Investmentgeschäft helfen, den Bestand attraktiver und berechenbarer zu machen.

Fazit

KI ist kein Wundermittel, aber ein Werkzeug für mehr Rationalität im Asset Management. Wer es klug mit seinem Vertriebsmodell verzahnt und die emotionale Betreuung nicht vernachlässigt, schafft echten Mehrwert für Kunden und den eigenen Betrieb. Im Investmentgeschäft zahlt sich Weitblick und Kontinuität aus, und darauf kommt es im Vertrieb am Ende an.

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