Folge #327

#327 Netzwerk-Events: Nur Zeitverschwendung oder echter Karriereturbo für Makler?

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Work smart, not hard: Über innere Haltung, Beratungsprozesse und die Wahrheit im Vertrieb

Die Wahrheit ist: Es gibt so viele Wahrheiten, wie es Menschen gibt. Ein Satz, der im aktuellen Makler und Vermittler Podcast nicht zufällig fällt. Die Folge mit Nicolas Vogt und Torsten Jasper kreist um Haltung, Arbeit und das tägliche Spannungsfeld zwischen Effizienz und Echtheit im Versicherungsvertrieb.

Vom Knochenjob zum Wunschtermin

Die beiden Hosts schildern, wie sich ihr Arbeitsalltag über die Jahre verändert hat. Heute entscheiden sie selbst, wann Termine stattfinden und erwarten, dass Kunden sich digital einen Wunschtermin buchen. Der Sporttrainer bezeichnet die Versicherungsbranche als Knochenjob, weil Makler oft bis 21 oder 22 Uhr arbeiten. Nicolas Vogt antwortet: Ich habe das auch mal gemacht, aber irgendwann entschieden, nur noch zu festen Zeiten Termine anzubieten. Die Haltung dahinter ist klar: Bin ich Bittsteller oder bringe ich echten Mehrwert? Wer das für sich gelöst hat, gewinnt Freiheit und Klarheit im Alltag.

Nicht jeder kommt mit diesem Modell klar. Torsten Jasper erinnert sich: Ein ehemaliger Ausbildungsleiter wollte einen Termin, bekam aber nur den Link zum digitalen Kalender und meldete sich nie wieder. Vielleicht passte das Procedere nicht zur eigenen Erwartung, vielleicht weil er lieber direkt telefonieren wollte. Mit dieser Art von Prozess sortiert man automatisch diejenigen aus, die nicht zum eigenen Ablauf passen. Das ist kein Mangel, sondern sorgt dafür, dass Zeit für die Kunden bleibt, die wirklich zum eigenen Verständnis von Zusammenarbeit passen.

Im Vertrieb ist Haltung mehr als Organisation

Die Folge nimmt immer wieder Bezug auf das Zusammenspiel von Prozess und Persönlichkeit. Wer seine Arbeit ernst nimmt, dem fällt es leichter, Kundentermine zu begrenzen und selbstbewusst zu entscheiden. Nicolas Vogt empfiehlt, die eigene innere Haltung zu analysieren: Wie überzeugt bist du selbst von deiner Arbeit? Wer weiß, dass er echten Nutzen liefert, kann auch selbstbewusst Termine anbieten und erwarten, dass der Kunde sich darauf einstellt.

Viele diskutieren gerade eine These, die durch die Branche geistert: In fünf Jahren wird niemand mehr einen Versicherungsmakler brauchen. Jasper hält dagegen. Es gibt Kunden, die heute noch nicht einmal digitale Termine buchen, geschweige denn komplexe Risiken mit einer KI verhandeln würden. Die reale Welt ist vielfältig, das zeigt auch das Altersstrukturbeispiel vom Apella-Jahresauftakt: Viele Vermittler und Kunden wollen noch persönliche, klassische Beratung.

Die Wahrheit ist kein Punkt, sondern ein Prozess

Im zweiten Teil streifen Vogt und Jasper ein Thema, das weniger technisch, sondern menschlich ist. Sie sprechen über die Fallstricke beim Bewerten von Kollegen oder Vorgängern. Ein Beispiel: Die Geschichte vom Daunenkissen, bei der schlecht über einen Kollegen geredet wird. Einmal ausgeschüttet, lässt sich das Gesagte nicht mehr zurückholen. Wer im Vertrieb leichtfertig Kollegen schlecht macht, riskiert langfristige Reputationsschäden. Vieles entzieht sich dem eigenen Urteil. Es gibt oft keinen vollständigen Blick auf die Situation, Gesetze und Tarife ändern sich, und manchmal war das Vorgehen des Kollegen früher sogar richtig. Statt vorschnellem Urteil hilft der Perspektivwechsel und die direkte Nachfrage.

Auch im Umgang mit Fehlern und Haftungsfällen zeigt die Folge, wo Praxis und Haltung zusammenkommen. Beispiel Verona Poth: Ein Makler wird wegen vermeintlicher Falschberatung verklagt, weil hohe Schmuckwerte nicht korrekt versichert wurden. Die Details liegen selten offen, oft fehlen Informationen oder der Kunde hat seine Mitwirkungspflichten nicht erfüllt. Für Vermittler heißt das: Beratungsdokumentation wird zum Rettungsanker. Jasper und Vogt raten dazu, nicht nur die abgeschlossenen Produkte, sondern gerade die besprochenen, aber nicht umgesetzten Lösungen sauber zu dokumentieren.

Gemeinsam besser durch Austausch

Gute Beratung lebt vom Austausch. Ob Netzwerktreffen, Workation oder klassischer Dialog unter Kollegen – der Transfer von Impulsen und Erfahrungen bringt neue Ansätze. Wer glaubt, irgendwann ausgelernt zu haben, verpasst die Dynamik der Branche. Stillstand ist Rückschritt, denn irgendwann ziehen andere vorbei, weil sie offener und smarter arbeiten.

Auch kleine Veränderungen, wie Prozessoptimierungen bei der Dokumentation, machen einen Unterschied. Wer sich regelmäßig mit Kollegen austauscht, profitiert von Ideen, die den eigenen Alltag spürbar erleichtern und Fehler vermeiden helfen. Dokumentation muss keine Wissenschaft sein, oft genügt ein Blatt Papier mit relevanten Notizen. Entscheidend ist, dass das Vorgehen nachvollziehbar und echt bleibt.

Der Podcast zeigt, wie Haltung, Prozess und gemeinsamer Austausch ineinander greifen. Die Erkenntnis: Arbeit smarter zu organisieren ist kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für Klarheit und nachhaltigen Erfolg im Vertrieb.

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